Warum sind maschinelle Übersetzungen so schlecht?

Der technische Fortschritt bedingt, dass immer mehr Arbeiten, die einst Menschen ausführten, von Maschinen erledigt werden. Im sprachlichen Umfeld ist dieser ewige Trend allerdings nicht spürbar: Computer können (noch) nicht das menschliche Sprachverständnis simulieren.

Linguisten und Programmierer arbeiten mit Hochdruck an immer leistungsfähigeren Übersetzungsmaschinen, die zum Beispiel bei Online-Diensten wie babelfish.ch zum Einsatz kommen.

Solch ein Übersetzungs-Service kann eine Hilfe sein, um kleine sprachliche Barrieren zu überwinden. Lesen Sie etwa einen fremdsprachigen Artikel, in dem Sie keine (sinnvolle) Übersetzung für einen Ausdruck im eigenen Oberstübchen finden, liefert eine maschinelle Übersetzung vielleicht den entscheidenden Hinweis.

Automatische Übersetzungen haben allerdings einen großen Nachteil: Sie generieren in den allermeisten Fällen einen nicht mal ansatzweise druckreifen Output. Zwar mit Mühe und Not verständlich, doch ohne jegliches sprachliches Feingefühl und durchzogen mit etlichen semantischen sowie syntaktischen Fehlern.

Warum produzieren Computer Übersetzungen, die weit unter dem Niveau von Machwerken eines sprachlich untalentierten Menschen liegen?

Nehmen wir einen Satz des amerikanischen Schauspielers und Entertainers Groucho Marx als Beispiel:

Time flies like an arrow, fruit flies like a banana.

Menschen mit grundlegenden Englischkenntnissen erkennen schnell, dass flies im ersten Satz für fliegen – also die Fortbewegung in der Luft – und im zweiten für Fliegen – also den Plural der allseits bekannten Fluginsekten – steht. Ein Übersetzungsprogramm gelingt diese Unterscheidung nicht zwangsläufig.

Eine mögliche maschinelle Übersetzung wäre demnach:

Die Zeit fliegt wie ein Pfeil, die Frucht fliegt wie eine Banane.

Oder noch abwegiger:

Zeitfliegen mögen einen Pfeil, Fruchtfliegen mögen eine Banane.

Das sind natürlich hanebüchene Übersetzungen, weil sie im Zusammenhang keinen Sinn ergeben. Und hier liegt die Schwäche von Übersetzungsmaschinen. Sie sind noch nicht in der Lage, semantische Zusammenhänge bedingungslos zu erfassen, und wählen bei mehreren Übersetzungsmöglichkeiten häufig die falsche.

So schlägt babelfish.ch folgende Übersetzung vor:

Die Zeit fliegt wie ein Pfeil, Fruchtfliegen wie eine Banane.

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